Demokratie lernen

Demokratie Lernen FBUnter dem Motto „Du hast die Wahl!“ fand am 8. Juli 2013 eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl statt, die jungen Wahlberechtigten ihre Entscheidungsfindung erleichtern sollte. Ich traf dort also auf meine Mitbewerber und Mitbewerberinnen um den Wahlkreises 107: Sylvia Pantel, Andreas Rimkus, Dr. Gerhard Hansen, Serdar Agit Boztemur (in Vertretung von Sahra Wagenknecht) und Patrick Schiffer. Die Moderation übernahmen Schülerinnen und Schüler der Lore-Lorentz-Schule und des Walter-Eucken-Berufskollegs unter der professionellen Begleitung der Journalistin Denisa Richters.

Die Schülerinnen und Schüler interessierten vor allem die Themen  Politikverdrossenheit, Demographischer Wandel, Rassismus und Integration sowie natürlich die Bildungspolitik. Es wurde lebhaft diskutiert und ich habe mich über die vielen Fragen und die lebhaften Diskussionen gefreut.

Ich sprach mich klar für die doppelte Staatsbürgerschaft aus und bezeichnete diese als einen von vielen Lösungsansätzen hinsichtlich einer besseren Integration. Frau Pantel erhielt viel Kritik für ihre Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft. Zudem forderte ich neben schulischer Aufklärungsarbeit auch gesetzliche Regelungen beim Thema Rassismus.

Es wurde u.a. auch die Generationengerechtigkeit bei der Atommüllentsorgung angesprochen. Während Dr. Hansen es dabei beließ festzustellen, dass für die Entsorgung von Atommüll die Gemeinschaft zahlen müsse, da die Konzerne dies nicht alleine schaffen würden, erinnerte ich an die Verzögerung des Atomausstiegs durch die schwarz-gelbe Koalition unter Merkel. Dadurch ist viel Zeit und Geld verschwendet worden.

Ich wehrte mich zudem gegen den Angriff des LINKEN-Kandidaten, dass der Schulkonsens NRW nicht tragbar sei. Der Schulkonsens ist mit einer breiten politischen Basis zustande gekommen, zu der zum Beispiel auch Lehrerverbände zählen.

Insgesamt zeigten sich in den Fragen die Zukunftsängste der Schülerinnen und Schüler. Viele fühlen sich bedroht durch unfaire Ausbildung- und Arbeitsverhältnisse und durch Altersarmut. Auch die „Wahl“ zwischen zwei Pässen und somit Identitäten bereitete einigen Sorgen. Das und viele andere Eindrücke habe ich auch aus dem im Anschluss an die Diskussion stattgefundenen „Meet & Greet“ mitgenommen.

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